Rita Haller-Haid MdL und SPD-Bundstagskandidat Ergun Can besuchen Sigmarswanger Dorfladen

Veröffentlicht am 29.07.2013 in Wahlen

Als wirtschaftlicher Verein hätte man größere Überlebenschancen

Sulz-Sigmarswangen. Der Sigmarswanger Dorfladen ist auch nach 18 Jahren noch kein Selbstläufer – leider, wie SPD-Bundestagskandidat Ergun Can bei seinem Besuch von den beiden Vorständen Erwin Hauer und Kurt Gruler erfahren musste.

Stagnierende Umsätze und Austritte aus der Genossenschaft machen das Überleben des Dorfladens schwer. Und das ärgert die beiden Vorstände, denn es war stets unumstritten, dass der Dorfladen ein großer Gewinn für Sigmarswangen ist. Die beiden Vorstände wünschen sich denn auch mehr Solidarität von den Sigmarswangern. „Schon 10-15% mehr Umsatz, und wir würden ganz anders dastehen“, erläutert Erwin Hauser die Situation. Zusätzlich machen der Genossenschaft die Vorschriften des Genoverbandes das Leben schwer. Selbst kleinste Genossenschaften müssen sich zweijährlich prüfen lassen – eine große zeitliche und finanzielle Belastung für die Genossen. Hier wäre aus ihrer Sicht auch die Politik gefordert. „In anderen Bundesländern können sich Dorfläden als wirtschaftliche Vereine organisieren. dann entfallen die umfangreichen und teuren Prüfungen des Genoverbandes“, fordert Erwin Hauser. Wieso das in Baden-Württemberg nicht ginge, wisse man nicht. Sollte hier politisch durchsetzbar sein, was anderswo gang und gäbe sei, wäre dies ein Segen für alle Dorfläden. Hier sieht auch Ergun Can einen Ansatzpunkt: „Wir werden diese wichtige Anregung mitnehmen und in den entsprechenden Ministerien in Stuttgart ansprechen“. Unterstützung bekam Can von der stellvertretenden Vorsitzenden der SPD-Landtagsfraktion, Rita Haller-Haid, die versprach, das Thema in der SPD-Fraktion aufzugreifen. „Wenn sich die Situation nicht verbessert, glaube ich nicht, dass der Laden in zehn Jahren noch besteht“, bekannte Kurt Gruler abschließend auf die Frage des SPD-Vorsitzenden Klaus Eisenhardt, wie er die Zukunft des Dorfladens einschätze. An den ehrenamtlich engagierten Genossenschaftern liegt es dann allerdings nicht.

 

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