Ergebnisse der landesweiten G8-Umfrage

Veröffentlicht am 26.11.2008 in Pressemitteilungen

Auch im Kreis Rottweil zeigt sich der große Unmut der Eltern über das von der schwarz-gelben Landesregierung eingeführte G8. Drei Viertel der "G8-Eltern" sind mit dem, was Kultusminister Rau den Schülerinnen und Schülern im G8 zumutet, unzufrieden.

Presseerklärung und Auswertung für den Kreis Rottweil

Mit welchen Überforderungen nicht nur die Schülerinnen und Schüler, sondern auch die Schule selbst konfrontiert ist, beschrieb der Tübinger Erziehungswissenschaftler Prof. Dr. Ulrich Herrmann schon 2006 in seinem Referat auf dem Gymnasiallehrertag der GEW "Keine Zeit für Bildung":

"Die aktuelle baden-württembergische Schulpolitik hat die Gymnasien und ihre Kollegien in eine überaus missliche Lage gebracht. Sie sollen Prozesse umstellen, ohne die Betriebsbedingungen nennenswert ändern zu können, und sie sollen neue Ergebnisse hervorbringen, ohne dass dafür die notwendigen zusätzlichen Ressourcen bereitgestellt worden wären und die zugleich an bisher unbekannten Maßstäben gemessen werden sollen. Außerdem gibt es keine Erkundungs- und Erprobungsphasen. Ein solcher Umbau bei laufendem Betrieb bringt jeden Motor ins Stottern und den Fahrer ins Schleudern. So fährt man normalerweise eine Firma an die Wand und in den Ruin: durch die gleichzeitige Änderung interdependenter Struktur- und Prozess-Variablen bei gleichzeitiger Verunklarung des erwarteten outcome und seiner Bewertung, zumal wenn weder die Erfahrung der „Mitarbeiter“ noch ihre Unterstützung und Motivation gar nicht erst gefragt ist."

 

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